Matakima Rhodesian Ridgeback Kennel

 
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drucken  |  erstellt am 13.03.2012  |  20:40 Uhr

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Crufts 2012 - ein Erlebnis der anderen Art

Am vergangenen Wochenende war es endlich soweit: Wir starteten mit dem Auto Richtung Eurotunnel in Calais/Frankreich, um dann unser Ziel Birmingham/England zu erreichen. Dort durften wir Duni aufgrund ihrer Qualifikation durch den Bundessiegertitel im letzten Jahr auf der diesjährigen Crufts, der größten Hundeausstellung der Welt, präsentieren. Wir waren unglaublich aufgeregt, denn wir erwarteten die Top-Hunde der Welt, malten uns aus, wie hoch wohl die Qualität der Hunde im Ring sein muss und waren sehr gespannt auf die Geheimnisse der internationalen Zuchtlinien.

Die ernüchternde Wahrheit kam bereits beim Richten der Rüden heraus. Es waren nur sehr wenige, bei denen sich ein genauer Blick lohnte. Leider waren unter den insgesamt 168 gemeldeten Ridgebacks nur 12 ausländische Hunde am Start. Dazu muss man wissen, dass sich nur die Ausländer über Qualifikationsshows in Europa und Übersee qualifizieren müssen, die in England ansässigen Hunde dürfen sich ohne jegliche Qualifikation anmelden. Die Hündinnen gefielen uns da schon etwas besser, aber unser Fazit insgesamt war: wir brauchen uns in Deutschland nicht verstecken, was Gangwerk und vor allem Köpfe angeht und die Qualität der gerichteten Hunde war ganz sicherlich nicht höher, als bei einer Ausstellung mit durchschnittlicher Meldezahl hierzulande!

Aber nun zu Duni: Frohen Mutes ging Sven mit unserer gutgelaunten Duni in den Ring und die beiden lieferten eine sehr schöne Präsentation ab. Duni stand wie eine Eins und schwebte mit Sven durch den Ring. Der englischen Richterin Frau Sue Campbell ist das wohl auch nicht entgangen, denn sie sagte zu Sven: she is so beautiful! Dann kam es zur Platzierung und sie wählte verschiedene Hündinnen aus, aber Duni war nicht dabei. Stattdessen ging Mrs. Campbell zu Sven und sprach: She is so beautiful, she was my winner, but I am so sorry, her TEETH are not correct. Wir dachten zunächst, wir hätten die gute Dame nicht richtig verstanden, aber sie meinte es tatsächlich ernst: Mrs. Campbell, ihres Zeichens renommierte Züchterin unserer Rasse und jahrelange Richterin, wollte uns weismachen, Duni hätte kein Scherengebiss und könne somit auch nicht bewertet werden. Trotz unserer Versuche, ihr zu erklären, Duni hätte hier in Deutschland die uneingeschränkte Zuchtzulassung und wurde seit fast 3 Jahren europaweit auf über 50 Shows gezeigt. Aber offensichtlich hatte sie ausgerechnet in England morgens das falsche Gebiss eingelegt.

Da in England anscheinend nicht nur das Autofahren verkehrt herum abläuft, mussten wir die Entscheidung der Richterin akzeptieren und fuhren recht irritiert wieder gen Heimat. Zu Hause angekommen ließen wir selbstverständlich sofort eine tierärztliche Bescheinigung über Duni´s vollständiges und -natürlich – Scherengebiss erstellen und siehe da: Da war es wieder das korrekte Gebiss. Tja, in England ist eben alles anders…


Tanja Reumann



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